Samstag, 30. Dezember 2017

Der Dezember ...

Australische Küstenspinne nach Bob Marley benannt - Eine australische Küstenspinne ist nach der Reggae-Legende Bob Marley (1945-1981) benannt worden. Das Desis bobmarleyi getaufte Tier erhielt seinen Namen nicht wegen seiner Ähnlichkeit zum Musiker, sondern wegen eines seiner Songs – dem Titel "High Tide or Low Tide" (Flut oder Ebbe).
  
Die bereits 2009 an der Nordostküste Australiens entdeckten Tiere halten sich in der Gezeitenzone vor dem Great Barrier Reef auf und machen sich den Wechsel von Ebbe und Flut für die Jagd zunutze, berichtet eine Gruppe um Barbara Baehr und Robert Raven vom Queensland Museum in Brisbane im Fachmagazin "Evolutionary Systematics".

"Das Lied ‚High Tide or Low Tide‘ wirbt um Liebe und Freundschaft durch alle Kämpfe des Lebens hindurch", begründen die Forscher ihre Namenswahl. In diesem Sinne sei das Wissenschaftler-Team damals zur Feldforschung aufgebrochen. "Kämpfe des Lebens" passt aber auch zu der entdeckten, sechs bis neun Millimeter großen Küstenspinne. Denn einfach wirkt ihr Leben nicht: Bei Flut hält sie sich an Seepocken, Korallen oder Seetang fest und atmet mit Hilfe von Luftkammern, die sie sich aus Seide baut. Bei Ebbe jagt sie kleine wirbellose Tiere, die sie auf Felsen, Korallen und Pflanzen findet. (krone.at)



Alf Poier und seine Rettungsaktion für "Toni's Freilandeier" - Die Pleite von "Toni's Freilandeier" rief Kabarettist Alf Poier auf den Plan. Er will seine dadaistische Zeichnung "Toni's Freilandeier" um zehn Millionen Euro verkaufen - so hoch ist nämlich die Überschuldung des Betriebes.

Die Toni's Handels-GmbH mit der Marke "Toni's Freilandeier" sind in Konkurs - und ein wohl nicht ganz ernst gemeinter Rettungsversuch kommt von Kabarettist Alf Poier. Poier fertigte 1999 für sein Bühnenprogramm "ZEN" eine "dadaistische" Zeichnung von "Toni's Freilandeiern" an und stellt dieses Werk nun in einem Facebook-Posting zum Verkauf. Der Preis? Zehn Millionen Euro. Das ist genau die Höhe der Überschuldung des Handelsbetriebes.

"Wenn es Leute gibt, die für ein Bild von Leonardo Da Vinci 450 Millionen bezahlen, so gibt es sicher auch Menschen, die bereit sind, 10 Millionen für ein Poier-Original (bis jetzt habe ich noch kein einziges Original aus meinen Bühnen-Programmen verkauft - dies wäre das erste) zu bezahlen", schreibt Poier im Netz. (kleinezeitung.at)



Adolf Hitlers Mercedes wird versteigert - Ein Mercedes-Paradewagen, in dem sich Adolf Hitler bei öffentlichen Aufritten zujubeln ließ, soll kommenden Monat in den USA versteigert werden. Die damals auch als "Super-Mercedes" bezeichnete Luxuslimousine, Baujahr 1939, kommt am 17. Jänner im Bundesstaat Arizona unter den Hammer. Zehn Prozent des erwarteten Millionenerlöses sollen in Aufklärungsprojekte zum Nationalsozialismus fließen.

Der Mercedes-Benz 770K Grosser war ein wichtiges Propagandasymbol im Dritten Reich. Meist ließ sich Hitler darin bei Paraden stehend an den jubelnden Massen vorbeifahren - so etwa 1940 in Berlin, als die Nationalsozialisten die Kapitulation Frankreichs feierten. Auch während eines Besuchs des italienischen Diktators Benito Mussolini kam das Fahrzeug mit dem Kennzeichen 1A 148461 zum Einsatz.

Nur vier Exemplare dieses bis zu 160 Stundenkilometer schnellen Modells mit einem 7,7-Liter-Hubraum wurden überhaupt gebaut. Das Auto, das nun unter den Hammer kommt, war gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in Frankreich von den US-Streitkräften beschlagnahmt worden. Diese wussten allerdings nichts über seine Herkunft und brachten es in den Fuhrpark der Militärpolizei.

Nach dem Krieg war die Limousine für kurze Zeit im Besitz eines Belgiers, bevor er an eine Veteranenvereinigung in Greenville im US-Bundesstaat North Carolina verkauft wurde. Das Auto wechselte in den USA mehrmals den Besitzer, kehrte 2002 nach Europa zurück und wurde 2009 an einen russischen Milliardär verkauft. Über den aktuellen Besitzer machte das Auktionshaus Worldwide Auctioneers keine Angaben, aber es wird davon ausgegangen, dass der Wagen seit 2009 nicht noch einmal verkauft wurde.

Das Auktionshaus betonte, dass es bei der Versteigerung nicht darum gehe, Hitler zu verherrlichen. Vielmehr solle eines der herausragenden Fahrzeuge des 20. Jahrhunderts gezeigt werden, das "von talentierten Menschen gebaut wurde und das Höchste der Handwerkskunst" zeige. Dass ein Objekt aus dem Besitz eines gestürzten Diktators gezeigt werde, sei zudem eine Würdigung der "Tapferkeit" der US-Soldaten. (kurier.at)







Weltrekord für größtes Grillfest: 16,5 Tonnen Fleisch - Für die Glut wurden 60 Tonnen Holz verbrannt, als Beilage gab es vier Tonnen Erdäpfelsalat.

Ein neuer Rekord für das größte Grillfest der Welt ist in Uruguay aufgestellt worden. In der Stadt Minas im Süden des Landes grillten rund 100 Köche am Wochenende 16,5 Tonnen Fleisch. Für die Glut wurden 60 Tonnen Holz verbrannt, als Beilage gab es vier Tonnen Erdäpfelsalat. Das Riesen-Grillfest soll nun ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen werden.

Den Rekord für das größte Grillfest der Welt hielt bisher Uruguays Nachbar Argentinien. Beide Länder, in denen das Grillen eine Art Nationalsport ist, streiten darüber, wer das beste Fleisch produziert und die besten Barbecues macht.

"Das ist nicht für den Guinness-Rekord", sagte einer der Köche in Minas am Sonntag. "Es ist, um gegen die Argentinier zu gewinnen." Uruguay ist einer der größten Fleischexporteure der Welt. In dem Land mit 3,5 Millionen Bewohnern gibt es drei Mal mehr Rinder als Einwohner. (kleinezeitung.at)


Wie eckige Weinfässer den Winzern helfen sollen - Es muss nicht immer rund sein: Ein deutscher Lehrer erfand ein eckiges Weinfass aus Edelstahl und Holz. Es sieht aus wie ein kleiner Kasten, an Wein denkt der Betrachter sicher nicht. Thomas Lutz, ein deutscher Tischler und Berufsschullehrer, hat ein eckiges Weinfass aus Edelstahl und Holz konstruiert.

Laut dem 56-jährigen Erbauer handelt es sich keinesfalls um einen Marketing-Gag, wie die dpa berichtet. Die neue Form mache es möglich, beim Holzverbrauch, beim Lagern und beim Transport erheblich zu sparen. Weil die Fässer häufiger verwendet werden könnten, müsse man zum Beispiel weniger Bäume schlagen, erzählt Lutz. Das spart den Winzern Geld. Für sein Fass erhielt der Pfälzer den Designpreis des Landes Rheinland-Pfalz.

Experten zeigen sich dennoch skeptisch: Laut dem "Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz für wein- und gartenbauliche Berufsbildung" hätten Untersuchungen zu viereckigen Fässern gezeigt, dass diese nicht dicht blieben. Auch die mangelnde Stabilität könnte ein Problem sein. (kurier.at)







Garküche in Bangkok mit Stern gekürt - In Bangkoks altem Chinesenviertel ergatterte die gleichnamige Garküche von Jay Fai den einen Michelin-Stern: Dabei handelt es sich um die erste Garküche Thailands mit einem Stern. Vor ein paar Monaten drohte Bangkoks Straßenküche noch das Aus. Jetzt hat sie ihren ersten Stern. Jay Fai, die prämierte Köchin, ist eine Institution. Am Herd steht sie mit Gummistiefeln, Lippenstift – und Skibrille.

Das neueste Sterne-Restaurant der Welt sieht nicht so aus wie solche Lokale für gewöhnlich aussehen in Paris, Kopenhagen oder Baiersbronn. Ein schlichter Raum, zur Straße hin offen, sieben Tische nur, mit Holzschemeln. Die Wände sind mit grünen Billigfliesen gekachelt. An der Decke hängen Neonlampen. Dazu mühen sich zwei Ventilatoren, die warme Luft umzuschlagen, ohne großen Erfolg. Die Speisekarten sind in Plastik eingeschweißt.

In Bangkok, im alten Chinesenviertel, hat es das Jay Fai soeben als erste der viel gerühmten Straßenküchen von Thailands Hauptstadt zu einem Stern gebracht. Zur Begründung schrieb der Restaurantführer Guide Michelin: "Das Jay Fai ist ein Platz, in dem Taxifahrer wie Foodies in Verzückung geraten."

Obwohl die Konkurrenz in dieser Stadt, die so viel Wert aufs Essen legt, nicht eben klein ist, gab es keinerlei Widerspruch. Das dürfte vor allem an der Besitzerin liegen: Supinya Junsuta, eine kleine Frau von 72 Jahren, die an einer Ecke der Mahachai-Straße schon seit einem halben Jahrhundert am Feuer steht, sechs Tage die Woche, von 13 Uhr bis 1 Uhr nachts.

In Bangkok ist sie längst Legende. In einem schmucklosen Rahmen an der Wand steckt ein vergilbter Ausschnitt der Bangkok Post vom 2. September 1999, in dem sie schon damals als "Mozart der Nudelpfanne" gelobt wird. Andere nennen sie die "Königin der Straßenküche". Allerdings: Thailands nun erste Sterne-Köchin überhaupt ist eine Institution, deren richtigen Namen kaum jemand kennt.

Bekannt ist sie nur unter ihrem Spitznamen, den sie bereits in Kindertagen bekam: Jay Fai eben. Auf Deutsch: Schwester Warze. Der Grund dafür findet sich mitten in ihrem Gesicht, links von der Nase. Böse gemeint ist das nicht. In Bangkok frotzelt man gern. Natürlich hätte sie sich das Ding längst wegmachen können. Aber warum?

Auf Äußerlichkeiten legt Jay Fai keinen Wert. Zwar schminkt sie stets die Lippen. Aber auf die Wichtigmacher-Utensilien anderer Spitzenköche (meist männlichen Geschlechts) verzichtet sie völlig. Sie trägt Schürze, Arbeitshose, T-Shirt und Gummistiefel. Sowie, aller Hitze zum Trotz, eine Wollhaube über den Haaren. Und: eine Skibrille. Das hat ihr vor ein paar Jahren der Arzt empfohlen – zum Schutz der Augen, wenn wieder einmal die Funken stieben. (kurier.at)



Diese Rakete lässt den Zweitakter wieder aufleben! Zweitakter? Eigentlich gelten die als ausgestorben. Doch bald will die italienische Marke Vins eine ultraleichte Zweitakt-Rakete auf den Markt bringen. Allerdings zu einem atemberaubend hohen Preis.

Vor allen in den 80er- und 90er-Jahren konnten noch einige wenige Zweitaktmotorräder japanischer Hersteller Bikern feuchte Träume bereiten. Doch angesichts ungezügelter Trinksitten und strenger werdender Abgasvorschriften hat sich das exotische Verbrennungsprinzip schon vor langer Zeit vom Markt verabschiedet. Die noch junge Motorradschmiede aus dem italienischen Maranello will demnächst dennoch ein ultraleichtes und zudem zulassungsfähiges Zweitaktmotorrad namens Duecinquanta anbieten - Italienisch für 250.

Neben dem Verbrennungsprinzip des Motors lässt die Duecinquanta vor allem mit ihrem Gewicht aufhorchen. Weil Chassis, Verkleidungsteile und Fahrwerkskomponenten aus Carbon gefertigt wurden, konnte ein Gesamtgewicht der straßenzugelassenen Version von weniger als 95 Kilogramm realisiert werden. Eine Rennversion namens Competizione soll sogar weniger als 85 Kilogramm auf die Waage bringen.

Der V2-Zweitaktmotor, in der Straßenversion mit 249 Kubikzentimetern Hubraum, hat entsprechend leichtes Spiel. Eine Leistungsangabe gibt es noch nicht, doch angesichts einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h dürfte der wassergekühlte und elektronisch einspritzende Euro-4-Twin wohl mehr als 60 PS mobilisieren. Im Fall der Competizione kommt eine Motorvariante mit 288 Kubikzentimetern Hubraum zum Einsatz, die mehr als 80 PS leisten und eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h ermöglichen soll.

Die von fünf ehemaligen Mitarbeitern des Ferrari-Formel-1-Teams entwickelte Duecinquanta dürfte angesichts eines Preises von rund 40.000 Euro allerdings ein sehr seltener Exot bleiben. Die Rennversion soll sogar gut 50.000 Euro kosten. (krone.at)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)





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